Songtexte

 

Karussell
während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe/stirbt irgendwo ein Kind/geht irgendjemand auf ne Reise/und irgendwo da draussen wird ein neuer Held geboren/während du das Abendessen für deine Kinder kochst/wird irgendwo jemand erschossen/irgendwo ins Treppenhaus gekotzt/und ein junges Mädchen hat sich zum ersten Mal verliebt /alle, alle Tage dreht sich unser Karussell/für den einen noch zu langsam/für den anderen viel zu schnell/irgendwo ist wieder ne Bombe explodiert/die Frau im Pelz bekommt ihren Kaviar serviert /bei mir wird´s gerade dunkel /und woanders wieder hell/im Schlachthaus dieser Stadt stirbt gerade Nummer 568 /und der Mann im weißen Hemd hat seinen Frenseher an gemacht /er sitzt gemütlich auf der Couch und isst nen Burger mit Pommes Frites/alle, alle Tage dreht sich unser Karussell/für den einen noch zu langsam/für den anderen viel zu schnell/hey, hey, hey da ist so viel mehr /als du mit deinen augen siehst/hey, hey, hey, bitte glaube mir/dass auch du ein Teil des Ganzen bist/vielleicht schaust du ja gerade über deinen Tellerrand/und entdeckst dann dein zu Hause ist nicht nur dieses Land/du bist nur zufällig hier geboren/und kannst nun wirklich nichts dafür/dein zu Hause ist wie meines dieser blaue Planet/das Karussell in dem wir sitzen/das sich unaufhaltsam dreht/und auch du kannst mit entscheiden/in welche Richtung es geht/alle, alle Tage dreht sich unser Karussell/für den einen noch zu langsam/für den anderen viel zu schnell/der eine bremst schon mit den Füßen/der Nächste hält sich nur noch fest/und ich halte deine Hand wenn du dich fallen lässt

Magneten
als wir noch wie Magneten waren/war jeder Kuss ne Explosion/als alles so neu war/und nicht so stumpf und monoton/du warst meine Droge/jede Berührung von dir/hat mich fast umgehauen/und ich danke dir dafür/doch jetzt sehen wir uns an/und ich fühl dich nicht mehr/nein, ich fühl dich nicht mehr/du liegst hier neben mir /und ich vermiss dich/ich vermiss dich so sehr/jedes Mal, wenn du sagst/ich liebe dich/klingt das für mich wie ein Gebet/und ich kann diese Mauer nicht durchbrechen/diese Mauer, die zwischen uns steht/doch so lang wir uns vermissen/ist es vielleicht noch nicht zu spät/das Feuer ist nicht aus es glüht noch/und ich kann´s in deinen Augen sehen/und da seind diese Momente/in denen ich den Zauber noch spür/und ich bin mir sicher/dass auch ich dich noch berühr/doch so oft sehen wir uns an/und ich fühl dich nicht mehr/nein, ich fühl dich nicht mehr/du liegst hier neben mir/und ich vermiss dich/ich vermiss dich so sehr/jedes Mal, wenn du sagst ich liebe dich/klingt das für mich wie ein Gebet/und ich kann diese Mauer nicht durchbrechen/diese Mauer, die zwischen uns steht

So soll es sein
ich lausche dem Bach und der Stille und dem Leben/ich schließe meine Augen und kann mich wieder erkennen /um mich herum nur das Gras und der Sommer/und das stille Glück einfach zu sein/mehr brauch ich nicht/für den Moment ist es einfach perfekt/ich kann wieder fühlen/ ich kann wieder atmen/ich höre meinen Herzschlag/so soll es sein/so soll es sein /so soll es sein/ich könnte schwören ich höre wie das Blut durch meine Adern fließt/und wie der Wind leise flüstert/hab Vertrauen/alles wird gut/in der einen Hand ein Buch und in der anderen die Zuversicht/mehr brauch ich nicht/für den Moment ist es einfach perfekt/für den Moment ist es einfach perfekt/ich kann wieder fühlen ich kann wieder atmen/ich höre meinen Herzschlag/so soll es sein/ so soll es sein /so soll es sein/so viel Ängste /so viele Sorgen haben mir die Luft zum Atmen genommen/so viele Pflichten/so viele Dinge zu tun/aber heute bin ich ganz bei mir/und nichts auf der Welt kann mich stressen/und ich atme noch einmal ganz tief ein/mehr brauch ich nicht/für den Moment ist es einfach perfekt/mehr brauch ich nicht/für den Moment ist es einfach perfekt/ich kann wieder fühlen/ich kann wieder atmen/ich hör meinen Herzschlag/ich kann wieder fühlen/ich kann wieder atmen/ich hör meinen Herzschlag/so soll es sein/so soll es sein/so soll es sein/so soll es sein

So viel mehr
du bist alleine zu Hause/und du stellst dich ans Fenster/und du siehst dass es nichts zu sehen gibt/an Tagen wie diesen/ klingt alles so trostlos/so wie Höflichkeitsapplaus nach einem Lied/du hast scheiße geschlafen/und du verschüttest den Kaffee/das Leben scheint sich zu bestrafen/es tut dir immer wieder weh/es gibt noch so viel mehr/es gibt noch so viel mehr/so viel mehr als du jetzt siehst/es gibt noch so viel mehr/es gibt noch so viel mehr/so viel mehr als du jetzt fühlst/du stellst dir all diese Fragen /warum die Welt so grausam ist/und warum findest du nicht deinen Weg/warum können immer die Anderen /alle Anderen so schnell sein/und nur du bist mal wieder viel zu spät/kannst schon wieder nicht schlafen/fragst dich warum bin ich allein/ey, warum kann denn mein Leben/nicht auch ein bisschen leichter sein/es gibt noch so viel mehr/es gibt noch so viel mehr/so viel mehr als du jetzt siehst/es gibt noch so viel mehr/es gibt noch so viel mehr/so viel mehr als du jetzt fühlst/es gibt noch so viel mehr/es gibt noch so viel mehr/so viel Schönes auf der Welt/es gibt noch so viel mehr/es gibt noch so viel mehr/was diese Welt zusammen hält

Tiefer als das Meer
ich darf denken was immer ich will/und in meinem Kopf ist es niemals still/ich denke an Freiheit/und ob es sie gibt oder nicht/ich denke an Liebe/und ich denke an dich/aber ein Gedanke quält mich/ich weiß nicht was morgen ist/ich weiß nur die Welt wird nicht mehr so sein wie sie mal war/und wenn die Zeit gekommen ist/und die Welt ist wüst und leer/dann denk daran/dass ich dich liebe/und wenn der Tag gekommen ist und ein Sturm trägt uns davon/dann denk daran/dass ich dich liebe/ich weiß ich weiß du kannst es noch nicht sehen/aber glaub mir/ so wie es ist/kann es nicht weitergehen/noch singen hier Vögel/noch leben hier Tiere/noch sind ein paar Menschen voller Liebe/wenn wir jetzt nichts ändern/erstickt auch der letzte Funke Menschlichkeit/und wenn die Zeit gekommen ist/und die Welt ist wüst und leer/dann denk daran/dass ich dich liebe/und wenn der Tag gekommen ist und ein Sturm trägt uns davon/dann denk daran/dass ich dich liebe/tiefer als das Meer/tiefer als das Meer/unsere Liebe ist tiefer als Meer/tiefer als das Meer/tiefer als das Meer/unsere Liebe ist tiefer als Meer

Schön
Ich ruf dich an und ich/ich hör hör deine Stimme/und ich weiß dass auch du mich vermisst/ich mag es nach Haus zu kommen/und ich mag es wenn du lachst/so echt und ehrlich lachst/nein ich bin kein Held/und ich hab nicht viel Geld/aber ich weiß ich weiß ich weiß/das Leben ist schön/manchmal mach ich mir Sorgen/über gestern heut und morgen/aber ich weiß ich weiß ich weiß dass diese Sorgen vergehen/das Leben ist schön/ich bin auch oft traurig/und fühl mich unerträglich schwer/da hilft auch kein Jammern und kein Heulen/ich schwing mich aufs Fahrrad/mit guter Mucke auf den Ohren/und ich fühl mich wie neu geboren/nein ich bin kein Held/und ich hab nicht viel Geld/aber ich weiß ich weiß ich weiß/das Lebeb ist schön/manchmal mache ich mir Sorgen/über gestern heut und morgen/aber ich weiß ich weiß ich weiß/dass diese Sorgen vergehen/das Leben ist schön

Woher/Wohin
Ich will ein brennendes Herz/so lang ich lebe/ich will tanzen auf Wiesen/auf Feldern und auf Gräbern/ich will das Leben feiern/und den Tod und die Liebe und das Licht/ich will die Wahrheit erforschen/will alles hinterfragen/ich will glücklich sein und trauern/doch ich will mich nicht beklagen/ich will jeden Moment auskosten/und mich selbst nie mehr verlieren/oh ich weiß nicht/ ich weiß nicht wo wir her kommen/und ich weiß nicht/ich weiß nicht wohin wir gehen/aber ich liebe dieses Leben/und ich werde meinen Weg bis zum Ende gehen/mein Herz gehört den Vagabunden/den rastlosen/den Verwundeten/den Echten und den Unperfekten/den verrückten dieser Welt/mein Herz gehört den Melodien/all den großen Phantasien/ich glaube an die Kraft der Gedanken/und daran dass wir uns wieder sehen/ich weiß nicht/ich weiß nicht wo wir her kommen/und ich weiß nicht/ich weiß nicht wohin wir gehen/aber ich liebe dieses Leben/und ich werde meinen Weg bis zum Ende gehen

Alte Platten
Ich bin geboren in 85/wie du ein 80er Kind/ich war erst eins als Tschernobyl in Flammen stand/und als die Mauer fiel/haben wir das noch gar nicht richtig mitgekriegt/unser erstes Bier zahlten wir in D-Mark/statt ner Mail schriebst du mir nen Liebesbrief/ich hatte nen Gameboy/und du nen Walkman/ziemlich seltsame Klamotten/und ich hab die Kellys geliebt/und jetzt sitz ich hier/mit alten Platten in der Hand/und seh das alles noch vor mir/und ich frag mich oft/was du wohl heut so machst/und ich hoffe du gibst auf deine Träume acht/ich hoffe du gibst auf deine Träume acht/oh ja es ist wahnsinnig viel passiert in all den Jahren/ich bin an die unglaublichsten Orte gefahren/hab dort Menschen getroffen/und Gedanken geteilt/meine Lieder gesungen/und das Leben gefeiert/ja ich darf tun was ich immer wollte/schreib meine Lieder/und trag sie raus in die Welt/ich hab Menschen an meiner Seite die mich lieben/und ich weiß nicht was es noch besseres gibt/und jetzt sitz ich hier/mit alten Platten in der Hand/und seh das alles noch vor mir/und ich frag mich oft/was du wohl heut so machst/und ich hoffe du gibst auf deine Träume acht/ich hoffe du gibst auf deine Träume acht

Zuhause
ich stell den Motor an und fahre/ohne Rast und ohne Ziel/die Strasse ist der einzige Ort/an dem ich mich heut zu Hause fühl/ich erkenn mich selbst nicht wieder/ich weiß nicht mehr wer ich bin/zu Haus ist wo dein Herz ist/das hat man mir schon oft gesagt/doch mein Herz ist so verwirrt/dass ich es kaum noch fühlen kann/kann ich noch glauben was ich spüre/oder belüg ich mich nur selbst/ich wollt dich niemals so verletzen/du warst der Himmel meiner Welt/und jetzt erkenn ich mich selbst nicht wieder/ich weiß nicht mehr wer ich bin/zu Haus ist wo dein Herz ist/das hat man mir schon oft gesagt/doch mein Herz ist so verwirrt/dass ich es kaum noch fühlen kann/und ich hoffe nur dass eines dieser Lieder/mir hilft dass ich mich wieder find/zu Haus ist wo dein Herz ist/das hat man mir schon oft gesagt/doch mein Herz ist so verwirrt/dass ich es kaum noch fühlen kann/dass ich es kaum noch fühlen kann

Auf dem selben Planeten
Du kommst aus einem anderen Land/in dem ich bisher noch nie war/glaubst an ein Leben nach dem Tod/vielleicht an Gott oder Allah/du sprichst eine andere Sprache/und du kannst meine nicht verstehen/doch ich würd dich gerne kennenlernen/und sehen wie deine Welt sich dreht/ich weiß auch du brennst für das Leben/auch du hast deine Träume und Ideen/und gemeinsam könnten wir so viel bewegen/ich will gerne an deiner Seite stehen/wir Leben alle auf demselben Planeten/unter demselbenHimmel/demselben Mond/zur gleichen Zeit/ wir sind verschieden und sind uns doch so ähnlich/schenk mir ein Lachen/weil Lachen uns vereint/schenk mir ein Lachen/weil Lachen uns vereint/auch du hast deine Ängste/deine Zweifel/deine Sorgen/auch du machst dir Gedanken über Gestern Heut und Morgen/auch du wirst manchmal wütend/und kannst die Welt nicht mehr verstehen/wir können beide ganz laut fluchen/und uns dann wieder benehmen/und ich weiß auch du brennst für das Leben/auch du hast deine Träume und Ideen/und gemeinsam könnten wir so viel bewegen/ich will gerne an deiner Seite stehen/wir Leben alle auf demselben Planeten/unter demselben Himmel/demselben Mond/zur gleichen Zeit/ wir sind verschieden und sind uns doch so ähnlich/schenk mir ein Lachen/weil Lachen uns vereint/schenk mir ein Lachen/weil Lachen uns vereint

Der Sommer wär niemals so warm(… wenn der Winter nicht so kalt wär
Manchmal muss ich mich verlieren/um mich selbst neu zu finden/manchmal muss ich dich verlassen/um dir näher zu sein/manchmal muss ich erst blind sein/um dann wieder zu sehen/und ich muss mich erst bewegen/um mal stehen zu bleiben/und der Sommer wär niemals so warm/wenn der Winter nicht so kalt wär/und wär das Leben unendlich/was wäre es uns dann noch wert/wären wir niemals traurig/was würde Glück dann bedeuten/und hättest du keine Wunden und Fehler/hätte ich dich nie so verehrt/hättest du keine Wunden und Fehler/hätte ich dich nie so verehrt/nimm das Leben nicht so ernst/du überlebst es doch sowieso nicht/ergib dich dem Wahnsinn mein Freund/lass es nur zu/Wir sind alle verlorene Kinder auf der Suche nach Liebe/wir sind wild/wir sind hungrig/wir sind wütend/und dann wieder lammfromm/und der Sommer wär niemals so warm/wenn der Winter nicht so kalt wär/und wär das Leben unendlich was wäre es uns dann noch wert/wären wir niemals traurig/was würde Glück dann bedeuten/und hättest du keine Wunden und Fehler/hätt ich dich nie so verehrt/lass uns doch endlich/endlich was riskieren/bevor wir uns wieder im Warten verlieren/und der Sommer wär niemals so warm/wenn der Winter nicht so kalt wär/und wär das Leben unendlich was wäre es uns dann noch wert/wären wir niemals traurig/was würde Glück dann bedeuten/und hättest du keine Wunden und Fehler/hätt ich dich nie so verehrt

Wo sind die Jahre hin
Damals haben wir die Nächte durchgemacht/bis die Sonne wieder aufgegangen ist/und am nächsten Tag einfach lange gepennt/und heute sind wir alle schwer beschäftigt/kommen abends immer müde nach Hause/und freuen uns nur noch auf unser Bett/wo sind die Jahre hin/wie kann die Zeit so rennen/haben wir nicht damals gedacht/es würde ewig so gehen/genieß die Zeit/hat Mama immer gesagt/damals dachten wir an nichts außer Liebe und Freiheit/und daran was wohl morgen so los ist/und du warst immer bei mir/und heute haben wir den Kopf voll/mit all diesen Dingen/die man eben tun muss um es zu etwas zu bringen/denn schließlich braucht man ja das Geld/wo sind die Jahre hin/wie kann die Zeit so rennen/haben wir nicht damals gedacht/es würde ewig so gehen/genieß die Zeit/hat Mama immer gesagt

Der Sturm (Text: Wesemann/Fingerhut)
Wenn das Feuer nicht mehr brennt/wird´s für uns beide höchste Zeit/wenn auch die Glut uns nicht mehr wärmt/und uns nur die Asche bleibt/wir waren beide eingehüllt in Licht/und sahen am Horizont die dunklen Wolken nicht/erst war da nur ein kalter Regen/dann kam ein tobender Orkan/er kam leise und ganz langsam/immer näher an uns ran/erst wenn der Sturm vorüber geht/dann wird man sehen was noch steht/dann wird´s sich zeigen was uns bleibt/ob Wunden heilen mit der Zeit/jetzt ist alles still/und wir haben noch nicht begriffen/was mit uns beiden hier passiert/uns fehlen die Worte/komm nimm mich nochmal in die Arme/bevor für uns der Vorhang fällt/bevor für uns der Vorhang fällt/wir haben uns beide einen Tempel aufgebaut/zwei blinde Architekten/wollten viel zu hoch hinauf/leider war das Fundament auf dem wir bauten wohl zu schwach/und immer stärker wurde der Wind/bis unser Tempel dann zerbracht/erst wenn der Sturm vorüber geht/dann wird man sehen was noch steht/dann wird´s sich zeigen was uns bleibt/ob Wunden heilen mit der Zeit/ob Wunden heilen mit der Zeit/erst wenn der Sturm vorüber geht/dann wird man sehen was noch steht/dann wird´s sich zeigen was uns bleibt/ob Wunden heilen mit der Zeit/ja wenn das Feuer nicht mehr brennt/wenn selbst die Glut uns nicht mehr wärmt/wird´s für uns beide höchste Zeit/bevor uns nur die Asche bleibt/bevor uns nur die Asche bleibt

Mohnblumenfelder

Ich will dir zeigen wie schön das Leben ist
Komm, ich nehm dich mit auf Mohnblumenfelder
Und wir tanken wieder Kraft
Und wir verlieren uns im Moment
Und in der Abendsonne, die dein Gesicht so schön in Szene setzt-
Wir zwei

Du hast gesagt, dass du nicht weiter weißt
Dass das Leben dich nur noch anstrengt
Dass du trauerst um die Jahre, die du mit Stress vergeudet hast
Und dass du endlich wieder frei sein willst
Und spüren was es heißt zu leben

Und der Wind weht über die Felder
Und die Wolken malen Bilder, nur für uns
In den Himmel aus Papier
Und du siehst endlich wieder all diese Farben
Wir sind hier, wir sind hier, wir sind hier

Komm wir küssen uns
Weil Küssen wirklich wichtig ist
Sieh mich an und sieh dich um
Denn das hier, das hier ist echt
Lauf mit mir über Mohnblumenfelder
Und erinner dich daran wer du bist

Wir zwei könnten wie die Helden sein
Aus all diesen Geschichten
Wir könnten all die Dinge tun
Die große Helden tun

So wie Bonnie und Clyde
So wie Maja und Willi
So wie Snoopy und Woodstock
Wie Old Shatterhand und Winnetou
Und ich würde für dich töten-
Zumindest meine Angst

Und der Wind weht über die Felder
Und die Wolken malen Bilder, nur für uns
In den Himmel aus Papier
Und du siehst endlich wieder all diese Farben
Wir sind hier, wir sind hier, wir sind hier

Komm wir küssen uns
Weil Küssen wirklich wichtig ist
Sieh mich an und sieh dich um
Denn das hier, das hier ist echt
Lauf mit mir über Mohnblumenfelder
Und erinner dich daran wer du bist

(c) Nadine Fingerhut

 

Nichts ist umsonst

Nichts ist umsonst – ich musste all das tun um hier zu landen
Und ich musste all das spür´n um dich zu sehen
Mich hat der Sonnenschein verfolgt und auch der Schatten, manchmal fiel es mir schon schwer das zu versteh´n-
Nichts ist umsonst
Ich hab gelernt mit jedem Fehler, ich hab getanzt und bin gefalln
Erinner mich noch wie ich mich gequält hab, nur um jetzt zu wissen was ich kann
Hätt ich das Saure nicht probiert, dann wüsst ich nicht wie süß das Süße ist
Hätt ich den Wind nicht akzeptiert, dann wär mein Leben wohl stagniert und ich wär niemals hier-
An diesem wunderbaren Ort, ich hab den Hafen und das Meer
Ich kann dort hingehn wo ich will und trotzdem ist mein Herz nie leer
Ich hab jetzt mehr als ich erträumt hab und dafür möcht ich mich bedanken
Ihr wart immer für mich da- in guten wie in schlechten Tagen

Nichts ist umsonst- wir müssen all das tun um mal zu landen, manchmal bluten und zu Grunde gehen am Leid
Wenn die Blätter von den Bäumen falln dann warten längst schon neue auf nen Platz am Sommerkleid
Nichts ist umsonst- das Meer schlägt ohne Stürme keine Wellen, die uns tragen, wenn wir es nur wolln
Nein, das Glück kann man nicht bestellen, wir können bloß lernen zu vertraun

Hätt ich das Saure nicht probiert, dann wüsst ich nicht wie süß das Süße ist
Hätt ich den Wind nicht akzeptiert, dann wär mein Leben wohl stagniert und ich wär niemals hier-
An diesem wunderbaren Ort, ich hab den Hafen und das Meer
Ich kann dort hingehen wo ich will und trotzdem ist mein Herz nie leer
Ich hab jetzt mehr als ich erträumt hab und dafür möchte ich mich bedanken
Ihr wart immer für mich da- in guten wie in schlechten Tagen

(c) Nadine Fingerhut

 

Den Vögeln hinterher

Du kommst spät von der Arbeit
Bist genervt und gestresst
Du willst irgendwas ändern
Doch es geht nicht
und das gibt dir den Rest
Du träumst schon lange davon
Auf eigenen Beinen zu stehen
Doch noch fehlt dir der Mut und das Geld
Deiner Wege zu gehen

Und irgendwann bist du dann alt
Und müde vom Leben
Hast deinen Traum nie gelebt
Weil du Angst hattest deinen Job aufzugeben
Und du wolltest so gern nach L.A. oder New York
Einmal raus in die Welt
An einen anderen Ort

Komm wir stechen in See
Und fahren den Vögeln hinterher
Du, ich fühl mich so leicht und lebendig wie lange nicht mehr
Ich hab nichts in den Händen
Und es gibt nichts was mich hält
Hier sind nur du und ich, der Wind und ein Zelt

Und wir lassen uns treiben
Und sehen was passiert
Wer zuerst nach Haus will und kneift, der verliert
Ich kann nicht länger zusehen
wie Jahr um Jahr vergeht
Komm, wir werden nicht jünger
Und irgendwann ist es zu spät…

(c) Nadine Fingerhut

 

 

Lass uns Helden sein

Ich halt den Atem an und schweige
Wir reden immer viel zu viel
Du siehst mich an auf diese Weise
die mir schon damals so gefiel
Und was auch immer du jetzt tun willst
lass uns Helden sein heute Nacht
Lass uns das Leben in den Wind schreien
während der Staat uns überwacht
während der Staat uns überwacht

Wir laufen durch die Straßen
all die Verrückten dieser Stadt
Während all die Spießer schlafen
machen wir die Paläste platt

Und was auch immer jetzt passieren wird
es tut so gut euch hier zu sehen
und so lange wir zusammen sind
werden wir alles überstehen
werden wir alles überstehen

Und dann befreien wir all die Tiere
aus den Gefängnissen der Stadt
und all die Menschen, die nichts haben
machen wir gemeinsam satt

Was auch immer jetzt passieren wird
es tut so gut euch hier zu sehen
und so lange wir zusammen sind
werden wir alles überstehen
werden wir alles überstehen

(c) Nadine Fingerhut

 

 

Ans Meer

Komm fahr mit mir runter nach Italien
Dahin wo die Sonne scheint
und das Leben so leicht ist
Von mir aus auch nach Portugal
oder Spanien
nach Griechenland oder in die Türkei
Ich halt´s hier nicht mehr länger aus

Ich will ans Meer
ich will in die Weite sehen
ich will das Leben atmen

Ich will ans Meer
barfuß am Strand entlang gehen
ich kann nicht mehr länger warten

Wir lassen alles hinter uns
was uns jeden Tag stresst
Komm, wir vergessen die Zeit und das Geld
Ich nehm mir meine Gitarre
und du dir die Freiheit
Wir entdecken gemeinsam die Welt

Ich will ans Meer
ich will in die Weite sehen
ich will das Leben atmen

Ich will ans Meer
barfuß am Strand entlang gehen
ich kann nicht mehr länger warten

(c) Nadine Fingerhut

 

Freiheit der Herzen

Ich will auf dem höchsten Berg stehen
und das Leben kapieren
Ich will wissen warum es mir so gut geht
und so viele Menschen verhungern und erfrieren

Komm schon, sag mir- was ist richtig?
Komm schon, sag mir was ich tun kann
Ich wünsche mir den Mut mich einzumischen
Ich wünsch mir die Kraft mich zu wehren
und nicht zu gehorchen- ein Leben lang

Komm, lass uns kämpfen
für die Freiheit der Herzen
für ne Welt ohne Grenzen
ohne Himmel und Hölle
voller Wahrheit und Licht

Komm, lass uns kämpfen
für alles was echt ist
für alles was gut ist
…ich liebe dich…

Ich vergrabe meine Füße im Laub
und umarme die Bäume
ich verschwende eure trostlose Sicherheit
für meine Träume
ich will lieber verbluten als im Reichtum ersaufen
Ich will mit dem Fahrrad um die Welt fahren
und mich in der Weite verlaufen

Komm, lass uns kämpfen
für die Freiheit der Herzen
für ne Welt ohne Grenzen
ohne Himmel und Hölle
voller Wahrheit und Licht

Komm, lass uns kämpfen
für alles was echt ist
für alles was gut ist
…ich liebe dich…

 

 

 

 

Was machen wir denn heute?

Was machen wir denn heute?
Holen wir uns ein Eis von der Tanke
Oder gehen wir skaten, da hinten, Richtung Feld?
Es war mitten in den 90ern
Und alles was wir brauchten
War ein kleines bisschen Sonnenschein
Die Songs unserer Lieblingsbands
Und endlose Gespräche

Und manchmal denk ich so an früher
Und stell mir vor, dass du noch hier bist
Ich geh einfach rüber und klingel an deiner Tür
Komm, lass uns nochmal heimlich rauchen
Uns zum ersten Mal verlieben und besaufen
Mit Papas Bananenschnaps und billigem Dosenbier

Wir haben Geheimnisse geteilt
Hatten endlos viel Zeit
Es gibt so viele Geschichten
Die wir gemeinsam erlebt haben
Dass dieser Song dafür nicht reicht

Und langsam wird mir klar
Wir werden nie mehr Kinder sein
Selbst mein Sohn wird langsam groß
Zieht jetzt schon alleine los
Und alles fängt von vorne an

Und manchmal denk ich so an früher
Und stell mir vor, dass du noch hier bist
Ich geh einfach rüber und klingel an deiner Tür
Komm, lass uns nochmal heimlich rauchen
Uns zum ersten Mal verlieben und besaufen
Mit Papas Bananenschnaps und billigem Dosenbier

(c) Nadine Fingerhut

 

 

Meine Lieder

Du schreibst immer so traurige Lieder
Und deine Texte sind viel zu kompliziert
Schreib doch mal nen Song, der richtig abgeht
Nen Ohrwurm, der auch in der Disco funktioniert
Versuch´s doch mal mit Schlager oder Country
Die verdienen damit wirklich richtig Geld
Coverbands sind auch immer gefragt
Manche reisen sogar um die ganze Welt

Vielen Dank für eure Tipps
Das ist ja wirklich lieb gemeint
Aber meine Lieder schreibe ich nicht um reich zu werden
Auch wenn euch das völlig unlogisch erscheint

Ich schreibe Lieder um zu sagen was ich fühle
Musik ist meine Therapie
Ich spiele Konzerte um eure Herzen zu erreichen
Und ich spiele gern mit eurer Phantasie

Klar ist es nicht immer einfach
Und mein Leben ist das pure Chaos
Nichts läuft hier geregelt und nichts ist selbstverständlich
Aber ich fühl mich so lebendig wie nie

Und mein Herz weiß ganz genau was es braucht
Und es gibt einfach keine Ruh
Ich kann einfach nicht anders
Und ich will es auch nicht
Ja ich liebe, ja ich liebe das was ich tu

Ich schreibe Lieder um zu sagen was ich fühle
Musik ist meine Therapie
Ich spiele Konzerte um eure Herzen zu erreichen
Und ich spiele so gern mit eurer Phantasie

(c) Nadine Fingerhut

 

 

 

Wie auf Schienen

Manchmal fehlen mir die Worte
Und ich weiß nicht mal wofür
Ich hör mein Herz auch ganz laut schlagen
und hab doch Angst ihm zuzuhören

Manchmal lauf ich wie auf Schienen
aus Angst das Gleichgewicht zu verlieren
die gewohnten Wege zu verlassen
und mal was neues zu probieren

Und ich träume von der Freiheit
meinen Verstand zu hintergehen
ihm einfach nicht mehr zuzuhören
all die Logik macht uns blind
für das was in uns ist
und wir dürfen unsere Seele nicht zerstören

Ich hab versucht nicht an dich zu denken
weil die Vernunft es nicht erlaubt
Sie sagt ich darf dich garnicht lieben
Und ich, ich habs ihr fast geglaubt
Doch mein Herz ist wild und frei
und lässt sich einfach nichts befehlen
ich kann nichts dagegen tun
nein, ich will nichts dagegen tun

Und so, so ist das Leben
Wir können nicht immer haben
was unser Herz begehrt
Aber nichts und niemand kann uns befehlen
nichts mehr zu fühlen
ich darf dich doch lieben
wenn ich will

(c) Nadine Fingerhut

 

 

 

 

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